Schloss Leifling, Wildgatter, Farmwild, Direktvermarktung, Kaufhaus

Schloss Leifling, oder wie es allgemein genannt wird, Schloss Eberwein liegt am rechten Drauufer, südlich von Lavamünd. Der Ort Leifling ist erstmalig in der Form Liwuelich in der Urkunde vom 20. X. 1154 erwähnt, mit der Patriarch Peregrin I. v. Aquileja das Chorherrenstift Eberndorf unter anderem mit der Pfarre Leifling samt zugehörigen 2 Kapellen dotierte.
   1191 schenkte Gf. Ulrich v. Heunburg dem Kloster Mahrenberg 9 Äcker zwischen Pache und Leuflik. Leufling ist ldf. Lehen auf Pettauer Grundlage. Vor 1399 im Besitz der Herren Tunau, 1399-1611 der Herren von Metnitz, nachfolgend der Herren von Ragall.Im 16. Jh. gehörte zum Schloss der Turm zu Pudlach (Örtlichkeit nicht fixiert). Die große Zahl ungehöriger öder Huben war zweifellos noch eine Folge der Türken- und Ungarnzeit.




  Um 1601 saß auf Schloss Leifling Georg Prüggler, 1617 verkaufte Anna Elisabeth, geb. Gallin und Gattin des Bartholomäus Paradeiser, dem Hans Jakob Jabornegg zu Gamsenegg eine Anzahl Zinsholden zu Leifling. Sie hatte das Schloss nach ihrem Vater Christof Gall v. Gallhofen geerbt. In 2. Ehe war sie mit Christof Maximilian Regall zu Kranichsfeld verehelicht und verkaufte Leifling ihrem Sohn aus 2. Ehe Christof Maximilian Regall d. J. und dessen Erben, der 1629 mit dem Schloss und der Herrschaft belehnt wurde. Dieser verpachtete Leifling an Andrä Prüggler. Wie lange Prüggler auf Leifling und Neuhaus, welches er 1629 im Kauf weg erworben hatte, saß, ist unbekannt.
   1704 war Leifling im Besitz des Josef Jöchlinger v. Jochenstein. Um die Mitte des 18, Jh. war Leifling im Besitz der Grafen Stampfer v. Walchenberg, Oberstbergmeister von Kärnten, der bekannten Gewerkenfamilie angehörend. Den Besitz erwarb 1776 Gf. Franz Thurn-Valsassina um 27.000 Gulden und vererbte ihn 1821 an Georg Gf. Thurn-Valsassina. In der Folge wechselte das Schloss mehrmals die Besitzer.
   Der 3-geschoßige Bau über rechteckigem Grundriss geht auf einen spätmittelalterlichen Ansitz a. d. 15. Jh. zurück (s. Teil mit stärkeren Mauern und Kreuzgewölben), verändert und erweitert im 16. und vor allem im 18. Jh. Barocke Fassade aus der 1. Hälfte des 18. Jh.: gequadertes Erdgeschoß mit Barockem Mittelportal, die Obergeschosse durch Pilaster in Riesenordnung zusammengefasst. Hohes, mächtiges Walmdach mit kurzem First. In mehreren Räumen des Obergeschosses Laub- und Bandlwerkstuck um 1735/40, an der Decke eines östlich gerichteten Raumes die Wappen der Familien Stampfer, Thurn und Mohrenschildt.